Partner empfinden es oft als bedrohlich für die Beziehung, wenn der geliebte Mensch eigene Wege zur seelischen Heilung, zur spirituellen Weiterentwicklung oder auch nur zum körperlichen Wohlbefinden betritt.
Auch vor sich selbst wird oft argumentiert, dass man Rücksicht auf die Beziehung nehmen müsse oder wolle oder dass es vor allen Dingen gar keinen Spass mache, ohne den Partner etwas für sich zu tun. In der Zeit könne man doch viel besser endlich mal wieder etwas für die Beziehung tun.
Der „für sich selbst sorgende“ Partner kann als abtrünnig erlebt werden, man fühlt sich hilflos, oder gar schuldig, ausgeschlossen aus einer Entwicklung, die nicht überschaubar ist.
In dieser Situation hilft das Bild des roten Teppichs:
Ein Mensch, der nicht selbst für seine seelische Weiterentwicklung sorgt, weigert sich, seinem Partner den roten Teppich zu seinem Herzen auszurollen. Er weigert sich, all die Steine und Scherben vergangener Erfahrungen, und den Staub, den der Zahn der Zeit in ihm hinterlässt, selbst aus dem Weg zu räumen. Er nimmt billigend in Kauf, dass der geliebte Mensch sich selbst den Weg durch den Müll bahnen muss. Was dieser sicherlich auch gerne versuchen wird, doch früher oder später wird er sich dabei verletzen. Es ist mühevoll.
Ein Mensch, der für seine seelische und spirituelle Weiterentwicklung, seinen inneren Frieden selbst sorgt – auf welche Art auch immer – rollt seinem Partner den roten Teppich aus, um ihn mit offenen Armen empfangen zu können.
Der rote Teppich
22/08/2009 von Maria


Was für ein schönes Bild der Selbstliebe.
Letztlich scheint mir Partnerschaft
aus drei Energien gespeist:
dem ich, dem du, und diesem Dritten,
welches aus dem gemeinsamen Sein erwächst.
Dieses Dritte kann sich frei entfalten,
wenn es nicht dauerhaft einer der beiden anderen Energien dient, sondern eigenen Gestaltungsraum, Wirkungsraum hat.
Herzliche Grüße!
Liebe Bianka, das Bild von dem „Dritten“ gefällt mir gut…. regt mich zum Nachdenken an…. wie auch die schönen Gespräche mit Dir… danke für Deinen lieben Gruß.